Projekt: Laborcam

Was ist das eigentlich für eine Kamera, die da aus dem Fenster des Freien Labors schaut und Bilder von den Dächern der Stadt in das Internet überträgt? Nun, um es kurz zu machen: Es handelt sich um einen Raspberry Pi mit dem zugehörigen Kameramodul. Das Modul wurde über die entsprechende Schnittstelle mit dem Raspberry Pi verbunden und in diesem Fall mit etwas handwerklichem Aufwand in das Gehäuse eingelassen. Schon konnte es losgehen!

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Wichtig war zunächst, die LED der Kamera während der Aufnahme auszuschalten, da diese sich im Fenster gespiegelt hat. Ebenfalls gespiegelt hat sich das helle Gehäuse und das Licht der Deckenlampen, insbesondere, wenn es draußen dunkel war. Abhilfe schaffte hier jeweils eine Lage Klebefolie mit einem kleinen Loch, gerade so groß wie die Kamera. Zwischen Fenster und Raspberry Pi wurden Klett-Klebepunkte verwendet, damit dieser leicht entfernbar und vor allem leicht auszurichten ist. Voilà!

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Bereits am nächsten Tag folgte die Überraschung: Da der Raspberry Pi an einem nach Süden liegenden Fenster angebracht ist, ist der dort einer erhöhten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Leider ist der Kleber der Klett-Klebepunkte nicht auf Wärme ausgelegt, sodass der Raspberry Pi gegen 9:00 Uhr morgens einfach abfiel:

laborcam

Zugegeben, damit hatte niemand gerechnet. Also wurden die Klett-Klebepunkte kurzerhand mit Sekundenkleber festgeklebt. Zunächst an der Fensterfolie und nach einem weiteren Herunterrutschen auch auf dem Gehäuse. Seitdem sendet die Kamera kontinuierlich Bilder und tagesweise Videos im Zeitraffer.

http://webcam.freieslabor.org/

Interessantes Detail: Der Raspberry Pi hängt hinter der schwarzen Folie und ist somit, zwar abgeschwächt, aber dennoch direkt, von der Sonneneinstrahlung durch das Fenster betroffen. Wir erinnern uns: 4. Etage, Südseite, also wirklich viel Sonne. Dies lässt sich schön an der CPU-Kerntemperatur verfolgen, etwa auf der nachfolgenden Grafik, die einen typischen Tagesverlauf der Temperatur zeigt.

sunberrypi

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